Endlich geht's los! 😉 In Las Vegas haben wir unser Wohnmobil abgeholt und dank Canusa waren bereits alle Extras an Bord. Im Vergleich zum letzten Jahr in Sardinien kam uns das Wohnmobil unglaublich groß vor. Jeder fängt mal klein an – und nun sind wir bei „groß“ angekommen. 😉

Wir fahren durch 6 Parks und sind schon gespannt, wie sich diese voneinander unterscheiden. Nachdem wir in Las Vegas unser Wohnmobil abgeholt haben, geht es noch zu Walmart, um einzukaufen. Wir haben zwei Stunden benötigt und knapp 300 $ bezahlt. Jetzt kann es losgehen….

Zion Nationalpark

Hier beginnt unsere Rundreise mit dem Wohnmobil. Der Zion Nationalpark ist unglaublich groß und nur mit Shuttle-Bussen befahrbar. Insgesamt gibt es neun Stationen, von denen aus verschiedene Trails mit unterschiedlichen Längen und Schwierigkeitsgraden starten. Da es heute bereits 28 Grad warm ist und dies unsere erste Wanderung ist, haben wir uns für die Emerald Pools entschieden. Diese Strecke ist 5 km lang und hat nur 120 Höhenmeter – perfekt für den ersten Tag.

Um 8:30 Uhr ging es los, denn wir wollten früh dort sein. Das hat nicht ganz geklappt, da bereits um diese Uhrzeit viele Menschen die gleiche Idee hatten. 😉 Also hieß es Schlange stehen, aber zum Glück ging es dann doch relativ schnell voran. Die Organisation hier ist wirklich gut. 😉

Nach dem Trail warten wir doch ganz schön kaputt, bei 28 Grad in der Sonne schon anstrengend. Somit gab es Eis zur Belohnung und der restliche Tag konnte guten Gewissens auf dem Campingplatz am Pool verbracht werden 😉 

Fazit zu den Campingplätzen:

Die schönsten Campingplätze befinden sich meistens in den Nationalparks. Diese sind nicht privat, sondern werden vom Staat unterhalten und müssen oft lange im Voraus gebucht werden. Allerdings haben sie weder Strom noch Wasser, was sie an besonders heißen Tagen unpraktisch macht, da man bei 38 Grad ohne Klimaanlage auskommen muss. Daher waren wir letztendlich doch froh, ab und zu private Campingplätze gebucht zu haben 😉, vor allem, weil diese meistens auch Pools haben – ein Glück für Nick!

Bryce Canyon Nationalpark

Weiter gehts zum Bryce Canyon , der eigentlich kein Canyon ist, sonder eher wie ein Amphitheater ausschaut. Ich bin schon sehr gespannt, weil dieser Ort auf jeden Fall auf meine Bucketlist gehörte 😉 Nun übernachten wir auch das erste Mal mitten im Park auf dem North Campground. Dieser hat weder Strom noch Wasser Anschluss, für uns keine Probleme, wir haben alles dabei 😉 

Kaum sind wir angekommen, genießen wir kühleren Temperaturen. Wir sind hier nämlich auf 2.400 Meter hoch, somit können wir entspannt bei 30 grad draußen sitzen und grillen😉 Wie  immer gibt es zur Ankunft ein Alsterwasser, das wird hier gerade zur Routine.  Nächsten Morgen starten wir zu unserer Wanderung und wollen heute den Navajo Loop Trail laufen. Er ist circa 3 Kilometer lang und erfordert etwas Kondition, aber die atemberaubende Landschaft und die einzigartige Natur des Bryce Canyon Nationalparks sind die Anstrengung mehr als wert. Hier ein paar Eindrücke davon:

Capitol Reef Nationalpark

Nach zwei Tagen im Bryce Canyon und angenehmen Temperaturen setzen wir unsere Reise in Richtung Arches Nationalpark fort. Auf dem Weg dorthin, wollen wir eine Nacht auf dem Fruita Campground im Capitol Reef Nationalpark verbringen. Capitol Reef ist berühmt für seine leuchtend roten Felslandschaften, einige der schönsten Wanderwege und atemberaubenden Aussichtspunkte – das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Besonders praktisch: Viele der Highlights liegen entlang des Highway 24 und eines einzigen Scenic Drives. Viel herumfahren müssen wir also nicht, perfekt für nur einen Tag.

Doch dann kommt alles anders als geplant. Der Scenic Drive ist gesperrt und zusätzlich klettern die Temperaturen auf über 40 Grad Celsius. Unsere Lust auf Wanderungen sinkt entsprechend rapide. 😉

Der Fruita Campground erweist sich jedoch als wahre Oase. Idyllisch gelegen in einem Tal voller Obstbäume, bietet er eine erfrischende Abwechslung. Ein kleiner Fluss fließt durch das Tal und sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Besonders hervorzuheben ist der kleine Laden auf dem Campground, in dem wir unglaublich leckere Cinnamon Rolls entdecken… mmmhhh

Arches Nationalpark

Nach unserer Nacht im Capitol Reef Nationalpark setzen wir unsere Reise zum Arches Nationalpark fort. Man sagt, dass dieser einer der schönsten Nationalparks der USA ist, gelegen bei Moab im Osten von Utah. Mit seiner bunten Felslandschaft und den berühmten Steinbögen zieht er zahlreiche Besuchende in seinen Bann. Das wollen wir uns nicht entgehen lassen. Vorab haben wir uns für den Devils Garden Campground mitten im Park entschieden. Dieser liegt traumhaft zwischen verschiedenen Felsformationen. Allerdings bereiten uns die extrem hohen Temperaturen in Höhe von 40 Grad Sorgen, da der Campground ohne Strom und Wasser auskommt. Kurzerhand buchen wir daher spontan einen privaten Campground mit Full Hook-up, der uns Strom, Wasser und Wifi bietet.

Am nächsten Morgen machen wir uns früh auf den Weg zum Devils Garden Trail. Der gesamte Trail ist 13 Kilometer lang und führt an sieben verschiedenen Bögen vorbei. Aufgrund der Hitze entscheiden wir uns, nur bis zum ersten Bogen, dem Landscape Arch, zu gehen. Trotz der kurzen Strecke ist es ein wirklich schöner Wanderweg.

Auf dem Rückweg halten wir noch beim Windows Arch und dem Double Arch. Beide Formationen sind äußerst beeindruckend. Wie so oft kommen wir auch hier mit anderen Reisenden ins Gespräch. Diesmal treffen wir ein amerikanisches Rentner-Ehepaar, das mit dem Wohnmobil mehrere Wochen durch die Canyons tourt und bereits 29 Nationalparks besucht hat.

Goose Neck State Park und Monument Valley Nationalpark 


Nach dem Arches machen wir uns auf den Weg zum Monument Valley und wollten  vorher noch einen Abstecher in den Gooseneck State Park machen. Es war schon ein erhabener Moment,  von 1.400 Metern auf den San Juan River zu blicken. Es war ordentlich stürmisch, so das wir unsere Kaffeepause in unserem Wohnmobil mit leckeren Cinnemon Rolls und einen tollen Ausblick verbrachten.


Nach einem kurzen Halt setzen wir unsere Reise Richtung Monument Valley fort. Auf dem Weg dorthin hatte ich mir vorgenommen, am berühmten Forrest Gump Point einen Fotostopp einzulegen. Hier wurde die Laufszene aus dem gleichnamigen Film gedreht. Doch wie so oft kam alles anders als geplant.

Ein heftiges Gewitter zog auf, begleitet von Blitz und Donner. Statt der erhofften Weitsicht auf das Monument Valley sahen wir nur eine undurchdringliche Regenwand. Ein mulmiges Gefühl machte sich breit, doch wir entschieden uns, durch das Gewitter hindurch zu fahren. Unten könnt ihr einige Bilder davon sehen.

Als wir dann schließlich den Campingplatz erreichten, klarte der Himmel auf und wir wurden mit atemberaubenden Anblicken des Monument Valley nach dem Gewitter verwöhnt. Der Blick auf die majestätischen Felsformationen war überwältigend. Den Eintritt in den Park haben wir uns dann gespart, da man nur mit einer gebuchten Tour bei einem Navajo-Guide hinein gelangt. Aber das Panorama vom Campingplatz war auch so für uns ausreichend.


Am nächsten Morgen war es soweit: Wir fuhren etwa 15 Meilen zurück, um noch einige atemberaubende Fotos vom berühmten Forrest Gump Point mit Blick auf das Monument Valley zu machen. Der Ort, an dem Forrest Gump beschloss, seine lange Laufreise zu beenden, war noch beeindruckender, als ich es mir vorgestellt hatte.

Zu unserem Glück kamen gerade ein paar Biker vorbei, was das Easy Rider-Feeling perfekt machte. 😉 Es war ein irres Gefühl, dort zu stehen, umgeben von dieser Landschaft und dem Wind im Gesicht. Man fühlte sich, als wäre man mitten in einem Roadmovie, frei und ungebunden. Es war ein wahrhaft magischer Moment, den ich so schnell nicht vergessen werde.

Lake Powell und Page  


Am nächsten Tag ging es für uns weiter in Richtung Lake Powell. Dieser beeindruckende Stausee im Südwesten der USA, der durch den Glen-Canyon-Damm am Colorado River entstanden ist, ist bekannt für seine atemberaubenden Felsformationen und vielfältigen Freizeitmöglichkeiten. Da wir uns nicht sicher waren, ob wir direkt am See übernachten können, hatten wir im Vorfeld keine Unterkunft gebucht. Das wollten wir lieber vor Ort genauer erkunden.

Doch auch an diesem Fleckchen Erde kletterten die Temperaturen wieder über 40 Grad. Kurzerhand buchten wir deshalb einen Campingplatz mit Stromanschluss, um wenigstens eine Klimaanlage nutzen zu können. Der Campingplatz selbst war zwar nicht besonders schön, erfüllte aber seinen Zweck.

Natürlich wollten wir den Lake Powell trotzdem besuchen. Nachdem wir gesehen hatten, dass dort viele Wohnmobile standen, fuhren wir auch zum Strand – zumindest für zwei Stunden zum Baden. Und es war einfach herrlich! Das klare Wasser und die beeindruckende Landschaft machten das kurze Badevergnügen zu einem unvergesslichen Erlebnis. 😉

Zum Mittag zog es uns dann in eine Sportsbar, um das EM-Spiel Deutschland gegen Spanien zu schauen. Nick versuchte nebenbei, seine Hausaufgaben zu erledigen, was allerdings nicht so gut klappte. Glücklicherweise gewann Deutschland das Spiel und draußen herrschten bereits 45 Grad, während es in der Bar mit 19 Grad ziemlich kühl war. Brrr….

Für den nächsten Tag stand nun endlich der Antelope Canyon an, den ich schon vor Monaten in Deutschland gebucht hatte. Der Antelope Canyon, bekannt für seine schmalen, wellenförmigen Sandsteinwände und spektakulären Lichtstrahlen, ist ein absolutes Highlight in der Nähe von Lake Powell. Diese beeindruckende Slot-Canyon-Formation ist 400 Meter lang und besonders bei Fotografen beliebt, die die magischen Licht- und Schatteneffekte einfangen möchten. Das wollten wir auch 😉.

Die Führungen durch den Antelope Canyon werden von den Navajo-Indianern organisiert und durchgeführt. Leider gab es tags zuvor ein schweres Gewitter, sodass der Canyon vollgelaufen war. Erst nachmittags war er dank des unermüdlichen Schippens der Navajo-Indianer wieder für Besucher zugänglich. Somit ging es dann erst um 16:30 Uhr los. Diese Wanderung wird uns für immer in Erinnerung bleiben. ❤️

Kurz vor unserem Besuch im Antelope Canyon machten wir uns auf den Weg zu einem weiteren Naturwunder der Region: Horse Shoe Bend. Dieser tolle  Aussichtspunkt, nur wenige Kilometer von Page, Arizona, entfernt, bietet einen spektakulären Blick auf eine hufeisenförmige Schleife des Colorado River.

Der kurze Wanderweg, etwa 1,5 Kilometer hin und zurück, führt durch die Wüste und bietet unterwegs bereits beeindruckende Ausblicke. Doch nichts bereitet einen wirklich auf das atemberaubende Panorama vor, das sich einem am Rand der Klippe eröffnet. Der Colorado River schlängelt sich in einer fast perfekten Schleife durch den tiefen Canyon, umgeben von steilen, rot-orangefarbenen Felswänden.

Grand Canyon 


Unser nächstes Abenteuer führte uns zum Grand Canyon. Die beeindruckende Landschaft und die angenehmen Temperaturen aufgrund der Höhe machten diesen Ort zu einem Muss auf unserer Reise. Nach den heißen Tagen freuten wir uns sehr auf etwas Abkühlung. 😉

Bei Sonnenuntergang erreichten wir den Mother Campground, einen beliebten Platz direkt am Rand des Canyons. Die Aussicht war atemberaubend, und der Campingplatz gefiel uns sofort. Ein besonderes Highlight war, dass direkt an unserem Wohnmobil eine Elchkuh vorbeispazierte – ein unvergessliches Erlebnis!

Ein weiterer Vorteil der staatlichen Campingplätze ist ihr praktisches Loop-Design (siehe Foto unten). Man fährt einfach rein, umrundet den Loop und kommt wieder heraus – ganz easy. 😊

Der Grand Canyon ist ein riesiger Canyon im Norden von Arizona, USA, der vom Colorado River geformt wurde. Er ist etwa 446 Kilometer lang, bis zu 29 Kilometer breit und über 1.800 Meter tief. Er ist in den stärker frequentierten South Rim, der das ganze Jahr über geöffnet ist, und den abgelegeneren North Rim, der nur von Mitte Mai bis Mitte Oktober zugänglich ist. Wir waren am South Rim😉

Nachdem wir feststellten, dass die Wanderungen am Grand Canyon für uns zu lang und anstrengend waren, stießen wir in einem Reiseblog auf eine spannende Alternative: Fahrräder mieten und damit entlang des Rims fahren.

Am South Rim des Grand Canyon gibt es spezielle Radwege, die diese Art der Erkundung ermöglichen. Besonders erwähnenswert ist der Hermit Road Greenway Trail. Dieser Weg bietet nicht nur eine sichere Route, sondern auch eine landschaftlich reizvolle Möglichkeit, den Canyon aus einer neuen Perspektive zu erleben. Gesagt, getan. Wir mieteten uns Fahrräder für einen halben Tag und machten uns auf den Weg. Es war irgendwie abgefahren, aber auch echt toll 😉

Slide Rock State Park und Sedona   


Während der Planung unserer Wohnmobilreise stieß ich auf Sedona, eine Stadt, die bisher nicht auf meiner Liste stand, aber sofort mein Interesse weckte. Sedona ist bekannt für ihre beeindruckenden roten Felsformationen und gilt als spiritueller Rückzugsort. Die Stadt zieht Outdoor-Fans, Künstler und Esoterikfreunde gleichermaßen an.

Kurz vor Sedona liegt der Slide Rock State Park, berühmt für seine natürlichen Wasserrutschen, die durch die glatten Felsen im Oak Creek entstanden sind. Besucher können die 24 Meter lange Rutsche hinuntergleiten oder im Bach waten. Dieser kleine Umweg war definitiv die Reise wert! 😉 Bye the way, dieser Campingplatz hat uns auf unserer Wohnmobilreise am besten gefallen. 

PS. Auf dem ersten Bild seht ihr Nick beim Springen😳

Route 66 

Die legendäre Route 66, auch bekannt als “Mother Road”, schlängelt sich über 4.000 Kilometer von Chicago bis nach Santa Monica und erzählt die Geschichte Amerikas im 20. Jahrhundert. Ursprünglich 1926 eröffnet, symbolisierte sie Freiheit und Abenteuer und half Tausenden, während der Dust Bowl nach Westen zu fliehen. Doch die Route 66 hat auch dunkle Kapitel: Die Verdrängung indigener Völker und die Segregation in vielen Orten entlang der Strecke erinnern an eine komplizierte und oft schmerzhafte Vergangenheit. Viele Abschnitte der ursprünglichen Strecke sind inzwischen verfallen oder komplett verschwunden, überwuchert von der Natur oder durch moderne Highways ersetzt. Einige der einst florierenden Städte entlang der Route sind heute Geisterstädte. Man sieht verlassene Tankstellen, verfallene Motels und geschlossene Geschäfte, der Charme vergangener Zeiten war für uns nicht mehr sichtbar. 😱 anbei ein paar schöne Bilder von der Route. 

Death Valley 

Nach unserer Rückkehr nach Las Vegas war es an der Zeit, uns von unserem Wohnmobil zu verabschieden. Der nächste Abschnitt unserer Reise stand an: In nur vier Tagen wollten wir mit einem Mietwagen nach San Francisco fahren. Unser erstes Ziel? Das berüchtigte Death Valley. Schon der Gedanke daran ließ uns ein wenig nervös werden, denn die extreme Hitze, von der wir immer wieder gehört hatten, war kein Spaß. Bei der aktuellen Hitzewelle erwarteten wir Temperaturen von über 50 Grad Celsius – das klang alles andere als gemütlich.

Mit dem Wohnmobil wollten wir uns nicht durch das Death Valley wagen – da schien uns der Mietwagen doch die sicherere Option. So machten wir uns auf den Weg und fuhren die rund 125 Meilen auf dem Highway 190 in etwa 2,5 Stunden. Eine Fahrt, die uns nicht nur durch eine der heißesten, sondern auch durch eine der faszinierendsten Landschaften der Welt führte. 

Man hört so einiges über das Death Valley, und viele dieser Gerüchte haben einen wahren Kern. Es ist tatsächlich ein Ort, an dem man sich gründlich vorbereiten sollte. Die Hitze ist unbarmherzig, und die fehlende Mobilfunkabdeckung bedeutet, dass man auf sich allein gestellt ist, sollte etwas schiefgehen. Der Gedanke, keine Hilfe rufen zu können, ließ uns schon etwas mulmig werden.

Daher ist Vorbereitung alles : Genügend Wasser, Treibstoff und Vorräte an Bord – das ist hier Pflicht.  Wir sind tatsächlich einmal ausgestiegen zwischendurch, es waren wirklich 50 Grad und es fühlte sich an, wie eine 90 Grad Sauna.

Zum Glück ist alles gut gegangen und das Death Valley war ein Erlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Wer hätte gedacht, dass eine der extremsten Landschaften der Erde auch so viel Schönheit in sich birgt?

Yosemite Park

Nach einer weiteren Übernachtung brachen wir Richtung Yosemite Nationalpark auf. Wir hatten bereits so viele beeindruckende Parks auf unserer Reise erlebt, dass unsere Vorfreude etwas gedämpft war – konnte der Yosemite uns noch überraschen? Zudem war der 4. Juli, der amerikanische Unabhängigkeitstag, und wir waren uns sicher,  dass der Park an diesem Tag völlig überfüllt ist.

Trotz dieser Bedenken waren wir gespannt, was uns im Yosemite erwarten würde. Der Park genießt einen legendären Ruf, und wir fragten uns, ob er wirklich all die Lobeshymnen verdient, die wir gehört hatten.

Glückerlichweise war der Tioga Pass geöffnet und ich hatte auch hier vor Wochen schon einen Permit (Durchfahrtsgenehmigung) gebucht. Wir wären sonst nicht durchgekommen und hätten einen Tag Umweg in Kauf nehmen müssen. Dieser spektakuläre Gebirgspass ist der höchste befahrbare Pass in Kalifornien und ein absoluter Geheimtipp für jeden, der die Schönheit der Sierra Nevada hautnah erleben möchte. Mit einer Höhe von 3.031 Metern (9.943 Fuß) bietet der Tioga Pass atemberaubende Ausblicke auf zerklüftete Berglandschaften, dichte Wälder und glitzernde Alpenseen.
Die Fahrt über den Tioga Pass führt direkt durch den östlichen Teil des Yosemite-Nationalparks, was ihn zu einer der schönsten Routen in ganz Kalifornien macht.

Der Yosemite Nationalpark selber ist bekannt für seine beeindruckenden Granitfelsen, majestätischen Wasserfälle und uralten Mammutbäume. Besonders der El Capitan und der Half Dome sind bekannte Wahrzeichen, die jedes Jahr Tausende Besucher anziehen. Der Park bietet zudem eine Vielzahl von Wanderwegen, die durch eine atemberaubende Landschaft führen und atemberaubende Ausblicke auf das Yosemite Valley bieten.

Da unsere Übernachtung am Ende des Parks lag, hatten wir beschlossen, uns im Vorfeld drei Aussichtspunkte auszusuchen. Schließlich wollten wir am nächsten Tag nicht noch einmal 40 Kilometer zurückfahren. So blieb uns nur ein einziger Tag, um den Yosemite Nationalpark zu erkunden – was sich im Nachhinein als viel zu kurz herausstellte. 😳

Trotzdem: Jeder von uns war tief beeindruckt von der atemberaubenden Schönheit des Parks, die sich so deutlich von den anderen Nationalparks unterscheidet, die wir bisher besucht hatten. Auf unserer Route begegneten uns spektakuläre Wasserfälle, idyllische Wanderwege, malerische Seen und als absolutes Highlight sogar eine wildlebende Schwarzbärin mit ihrem Jungen.

Dieser eine Tag war einfach viel zu kurz, um all das in sich aufzunehmen. Aber eines steht fest: Wir kommen wieder! 😉