Kalifornien ist der bevölkerungsreichste Bundesstaat der USA und bekannt für seine vielfältigen Landschaften, von traumhaften Küsten über dichte Wälder bis hin zu trockenen Wüsten. Die Metropolen Los Angeles und San Francisco sind kulturelle Zentren mit einer reichen Film- und Technologiegeschichte. Kalifornien ist auch berühmt für seine Weinanbaugebiete, insbesondere das Napa Valley.
San Francisco
Nach dem 5 Stunden Flug von Maui landen wir spät abends um 23:50 Uhr in San Francisco. Wir haben jetzt wieder 9 Stunden Zeitverschiebung zu Deutschland und nicht 12 wie auf Hawaii. Mit dem Uber Taxi machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt. Wir sind mittlerweile wahre Uber-Profis geworden. Die Möglichkeit, sich von Privatfahrern durch die Stadt kutschieren zu lassen, bringt uns nicht nur von A nach B, sondern auch mit den verschiedensten Menschen in Kontakt. 😉 Warum hat Hamburg so etwas nicht ? 😳
So erreichen wir spät in der Nacht unser Hotel, das direkt an der Fisherman’s Wharf liegt.
Der nächste Morgen beginnt mit einer Überraschung: Am Frühstücksbuffet tummeln sich Massen an Menschen. Und leider bleibt das auch an den folgenden vier Tagen, unabhängig von der Uhrzeit, so. Dennoch lassen wir uns davon nicht die Laune verderben, denn heute steht eine Stadtrundfahrt mit dem Big Bus auf dem Programm. Diese hatten wir bereits als Kombiticket mit der Alcatraz-Tour bequem von Deutschland aus gebucht.
Leider war es sehr kalt in San Francisco , zumindest für uns😉 unten seht ihr Bilder von der Fisherman’s Wharf mit der berühmten Bäckerei Boudin und der leckeren Clam Cowder (Muschelsuppe in Sauerteigbrot).
Heute steht ein ganz besonderer Ausflug auf dem Programm: Alcatraz! Mit festgelegten Timeslots zur Koordinierung der Menschenmassen ist die Organisation mal wieder perfekt gelungen – das können die Amerikaner einfach! 😉
Schon die 20-minütige Überfahrt mit der Fähre ist ein Highlight, denn dabei haben wir die Gelegenheit, die Skyline von San Francisco aus einer ganz neuen Perspektive zu erleben.
Ein paar Fakten zu Alcatraz:
Alcatraz, die kleine, aber berüchtigte Insel in der Bucht von San Francisco, ist bekannt für ihr ehemaliges Hochsicherheitsgefängnis, das von 1934 bis 1963 in Betrieb war. Hier waren berüchtigte Kriminelle wie Al Capone untergebracht. Dank der starken Strömungen und des kalten Wassers der Bucht galt das Gefängnis als nahezu ausbruchssicher. Heute ist Alcatraz Teil des Golden Gate National Recreation Area und eine beliebte Touristenattraktion. Besucher können die historischen Gefängniszellen erkunden und die beeindruckende Aussicht auf San Francisco genießen.
Alles in allem waren wir sehr beeindruckt von Alcatraz und können das auch uneingeschränkt weiterempfehlen. Was hier besonders hilfreich war, ist die Audio-Tour, die es auch auf Deutsch gibt. So wird man wunderbar durch das Gefängnis mit vielen Hintergrundinformationen durchgeführt. Die eindringlichen Geschichten der Insassen und die Führung durch die ehemaligen Gefängniszellen bieten einen tiefen Einblick in das Leben und die Herausforderungen im Hochsicherheitsgefängnis. Besonders beeindruckend sind die Erzählungen von berühmten Insassen wie Al Capone und den wenigen spektakulären Ausbruchsversuchen.
Allerdings werden auch die menschenunwürdigen Bedingungen auf Alcatraz, darunter die strenge Isolation, die kalten, feuchten Zellen und die oft harsche Behandlung durch das Wachpersonal deutlich und werfen ein Licht auf die düstere Seite der Strafverfolgungsgeschichte.
Ich wollte unbedingt noch die Painted Laydies sehen und die Haight-Ashbury entlang schlendern. Beides liegt fussläufig von einander entfernt.
Die Painted Ladies sind eine berühmte Reihe viktorianischer Häuser in San Francisco, Kalifornien. Sie sind bekannt für ihre leuchtenden Farben und die detailreiche Architektur, die typisch für die viktorianische Ära ist. Diese Häuser wurden Ende des 19. Jahrhunderts gebaut und sind vor allem in der Postcard Row am Alamo Square zu finden. Die farbenfrohe Gestaltung der Häuser begann in den 1960er Jahren, als Künstler damit begannen, die viktorianischen Fassaden in lebendigen Farbkombinationen zu bemalen, um die architektonischen Details hervorzuheben. Die Painted Ladies sind zu einem bekannten Bild von San Francisco geworden und ziehen jährlich viele Touristen an. Sie bieten eine atemberaubende Aussicht auf die Innenstadt von San Francisco und die Skyline der Stadt im Hintergrund, was sie zu einem beliebten Fotomotiv macht.
Ich kenne sie vor allem durch den Vorspann der berühmten Sitcom „Full House“ , die Ende der 80er Jahre ausgestrahlt wurde. 😉
Haight-Ashbury ist ein berühmtes Viertel in San Francisco, das in den 1960er Jahren als Zentrum der Hippie-Bewegung bekannt wurde und heute für seine bunten viktorianischen Häuser, alternativen Läden und lebendige Straßenkultur berühmt ist. Jimi Hendrix hat hier mit Janis Joplin gewohnt.
Abends haben wir uns noch die berühmte Tram in San Francisco angeschaut, diese wird als Cable Car bezeichnet. Diese schönen Straßenbahnen sind ein historisches Wahrzeichen der Stadt und verkehren seit Ende des 19. Jahrhunderts. Sie nutzen ein einzigartiges System von unterirdischen Kabeln, die ihnen helfen, die steilen Hügel von San Francisco zu erklimmen. Am Ende einer Linie wird der Wagen auf einer Drehscheibe per Hand gedreht und kann auf dem Gegengleis mit dem rücklaufenden Seil zurückfahren. Dazu bedarf es mindestens 2 Männer 😉
Zum Schluss noch eine paar weitere Eindrücke von San Francisco.
Monterey
Monterey liegt etwa 1,5 Stunden von San Francisco entfernt und ist unser neues Reiseziel. Wir planen, hier zwei Nächte zu verbringen, bevor wir unsere Reise auf dem Highway Number 1 fortsetzen.
Monterey ist eine malerische Küstenstadt in Kalifornien, die für das Monterey Bay Aquarium und die historische Cannery Row bekannt ist. Diese Straße war einst das Zentrum der Sardinenverarbeitung und ist heute ein lebendiges Viertel mit Geschäften, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten. Sie wurde durch den Roman “Cannery Row” von John Steinbeck berühmt. Uns hat Monterey sehr gut gefallen, eine kleine Stadt, die man wunderbar zu Fuß erkunden kann.
Von Monterey aus beginnt auch der 17-Mile Drive, eine landschaftlich beeindruckende Küstenstraße auf der Monterey-Halbinsel, die spektakuläre Ausblicke auf den Pazifik und den berühmten Lone Cypress bietet. Diese Straße ist gleichzeitig der Highway Number 1, auch bekannt als Pacific Coast Highway, er bietet eine der schönsten Küstenfahrten der Welt.
Das wollten wir uns auch nicht entgehen lassen. 😳 Leider konnten wir nur 27 Meilen fahren, da ein Teil des Highway 1 wegen Erdrutschen gesperrt ist. Am Ende fanden wir noch ein Café, welche seine Stühle direkt in den Fluss gestellt hat. Herrlich zum abkühlen und sehr idyllisch 😉 Schön war es !!!!😍
Cayucos
Wie bereits oben erwähnt, konnten wir nicht den Highway Number 1 fahren, sondern mussten einen anderen Highway nehmen, der leider nicht am Meer entlang führt. Dieser Highway führte uns nach Cayucos, einen kleinen, verträumten Fischerort. Hier verbrachten wir die nächsten zwei Nächte und zum Glück war dieser Ort wieder am Meer.
Die Jungs nutzten die Zeit, um am Pier zu angeln. Das Wetter war hier leider auch nicht so gut, weil der Nebel, den wir schon aus San Francisco kennen, immer wieder vom Meer übers Land zog. Zum Baden war es hier auch noch zu kalt, aber das Meer wird immer wärmer, je weiter wir nach Süden kommen. Mein Highlight war der Seestern, den ich eben noch im Aquarium in Monterey sah, nun auf einmal vor mir im Meer lag und dann noch in pink 😍
Da wir uns in der Nähe eines großen kalifornischen Weinanbaugebietes befanden, musste auch ein Besuch auf einem Weingut her. Hier gab es eine leckere Käseplatte und kalifornische Rotweine. Die Häuser erinnerten uns doch stark an Südafrika, schön!!!!😍
Santa Barbara
Nun geht unsere Reise endlich weiter nach Santa Barbara, wo wir zwei Nächte verbringen werden. Schon auf dem Weg dorthin bemerkten wir, wie sich die Landschaft immer mehr in das typische Bild Kaliforniens verwandelte – gesäumt von Palmen und endlosen, weißen Stränden.
Santa Barbara ist eine malerische Küstenstadt, die uns mit ihrem unverwechselbaren mediterranen Flair empfängt. Die Stadt ist bekannt für ihre spanische Kolonialarchitektur und ihre wunderschönen Strände. Mir gefiel diese Stadt; die Atmosphäre ist einladend und entspannt. Besonders auffällig ist, wie viel sich hier im Freien abspielt – das Leben, und damit auch das Essen, findet draußen statt. Überall sieht man Menschen, die in Cafés und Restaurants unter freiem Himmel sitzen und die Sonne genießen.
Auffällig ist auch der Stearns Wharf. Dieser historische Pier, der 1872 erbaut wurde, ist der älteste noch genutzte Holzpier an der Westküste der USA. Hier schlenderten wir abends noch entlang, genossen die Aussicht und die untergehende Sonne.
Den zweiten Tag nutzten wir für ein Fahrradtour am Strand, denn unser Hotel hatte glücklicherweise Fahrräder, die wir nutzen konnten.
In einem spannenden Reiseblog las ich von der Ronald Reagan Presidential Library, diese
befindet sich in Simi Valley, Kalifornien, und beherbergt eine umfangreiche Sammlung von Dokumenten, Artefakten und Ausstellungen, die das Leben und die Präsidentschaft von Ronald Reagan illustrieren. Die Bibliothek bietet auch zudem die Möglichkeit, die Air Force One zu besichtigen, die während seiner Amtszeit genutzt wurde. Fanden wir spannend und planten den Besuch auf dem Weg von Santa Barbara nach Venice Beach mit ein😉 Wir wurden nicht enttäuscht!!!
Die Ausstellung ist umfassend und interaktiv gestaltet. Sie umfasst eine Vielzahl von Artefakten, Fotografien und Multimedia-Displays, die Einblicke in das Leben und die politische Karriere von Ronald Reagan bieten. Die Highlights waren die original Air Force One, die Nachbildung des Oval Office, eine sehr schönes Stück Berliner Mauer
und etliche interaktive Medien über Reagans politische Entscheidungen, seine Kommunikation und Reden sowie seine persönlichen Geschichten. Schön fanden wir auch, das die Auffahrt zur Library mit allen Präsidenten der USA bestückt war 😉
Venice Beach und Santa Monica Pier
Nach unserer Ankunft in Venice Beach stellten wir zunächst fest, dass wir doch ziemlich weit vom Strand entfernt untergebracht waren. Das Kinney Hotel war übrigens das einzige Hotel, das wir von unserer ursprünglich für 2020 geplanten Reise erneut gebucht haben. Interessanterweise trafen wir in diesem Hotel fast nur auf deutsche Gäste, vermutlich dank der Buchungen über Booking.com.😉
Venice Beach ist ein Stadtteil von Los Angeles, bekannt für seine breite Promenade, den Venice Beach Boardwalk, wo Straßenkünstler, Musiker und Skater für ständige Unterhaltung sorgen. Die Vielfalt an Menschen und Eindrücken ist besonders beeindruckend. Es reicht schon aus, sich stundenlang den Venice Beach Skatepark anzuschauen. Dieser Park zieht die unterschiedlichsten Skater an, die ihre Tricks vor einem begeisterten Publikum vorführen.
Ein weiteres Highlight ist der legendäre Muscle Beach, wo Fitnessbegeisterte im Freien trainieren. Hier kann man die beeindruckende Stärke und Ausdauer der Athleten bewundern, die diesen ikonischen Ort beleben.
Außerdem gibt es einen Radweg direkt am Strand, auf dem die skurrilsten Räder unterwegs sind, die man sich nur vorstellen kann. Diese Vielfalt hat uns inspiriert, und wir haben uns Elektro-Bikes gemietet, um damit am Strand entlang zu cruisen. Das war ein echtes Highlight und hat sogar Nick Spaß gemacht. 😉
Später besuchten wir noch den Santa Monica Beach, der durch seinen Vergnügungspark direkt auf dem Pier bekannt ist. Der Santa Monica Pier bietet eine Vielzahl von Attraktionen, darunter ein Riesenrad und Achterbahnen, und ist ein perfekter Ort, um den Tag ausklingen zu lassen😍 Auf dem Rückweg waren wir noch Spanisch essen, die Tapes dort waren wirklich sehr lecker.
Los Angeles ist eine pulsierende Metropole an der Westküste der USA, bekannt für ihre Filmindustrie, kulturelle Vielfalt und schönen Sehenswürdigkeiten wie den Hollywood-Schriftzug und Venice Beach. Die Stadt bietet eine Mischung aus Kunst, Unterhaltung und Natur, mit einem angenehmen Klima und einer vielfältigen kulinarischen Szene.
Wir haben bereits Venice Beach gesehen, nun wollten wir an unserem zweiten Tag unbedingt noch den Hollywood Scenic Drive fahren, den Walk of Fame bestaunen und über den Rodeo Drive fahren. Da LA so groß ist, hat das auch fast einen ganzen Tag gedauert. 😳
Am Ende des Tages würde ich den Hollywood Boulevard mit dem berühmten Walk of Fame nicht nochmal besuchen. Er ist mit seinem Sehenswürdigkeiten so bekannt, das er bei nahezu allen Urlauber auf dem Programm steht, hier geht es enorm touristisch zu. Mit Hollywood wie man sich es vorstellen mag – also mit der Filmindustrie – hat das Ganze im Grunde nichts zu tun. Eine gesunde Erwartungshaltung ist daher sinnvoll; aus meiner Sicht reicht ein kurzer Bummel für ca. 1 Stunde aus, ggf. geht man noch gezielt zu den Stern, die man sehen möchte. Insgesamt gibt es derzeit ca. 2.300 Sterne 😉
San Diego
Unsere Kalifornienreise nähert sich dem Ende, und bevor es für uns weiter an die Ostküste geht, stand ein Highlight ganz oben auf unserer Liste: San Diego. Auf diese Stadt waren wir besonders gespannt, und unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt. San Diego ist bekannt für seine angenehme Lebensqualität und die zahlreichen Attraktionen, die sie zu bieten hat. Man hört oft, dass die Stadt für ihr ganzjährig mildes Klima und ihre traumhaften Strände berühmt ist. Nicht umsonst trägt San Diego den Beinamen „America’s Finest City“. Diese Bezeichnung verdankt sie ihrer Sauberkeit, der freundlichen Atmosphäre und der hohen Lebensqualität.
San Diego besticht durch sein nahezu perfektes Klima – die Sonne scheint hier fast das ganze Jahr über. Außerdem liegt die Stadt direkt an der Grenze zu Mexiko, was ihr einen besonderen kulturellen Reiz verleiht. 🇲🇽 Doch so nahe die Grenze auch liegt, haben wir uns entschlossen, Mexiko nicht zu besuchen. Sixt erlaubt es nämlich nicht, die Grenze mit dem Mietwagen zu überqueren, und Tijuana zählt nicht gerade zu den sichersten Städten.
Für San Diego hatten wir vier Tage eingeplant, um die Stadt in aller Ruhe zu erkunden und einige entspannte Strandtage zu genießen. Wir wollten außerdem die Gelegenheit nutzen, ein Boot zu mieten und die Stadt vom Wasser aus zu erleben. Zu den bekanntesten und schönsten Stränden San Diegos zählen La Jolla und Coronado, die wir beide auf unserer Liste hatten. La Jolla ist bekannt für die Klippen und das klare Wasser. Wirklich schön, nur leider viel zu voll 😳 Coronado ist mit seinem breiten, weißen Sandstrand und dem berühmten Hotel del Coronado ebenso schön und nicht so voll 😉 Hier haben wir die Sonne und das Meer in vollen Zügen genossen. Das Wasser hat hier die perfekte Temperatur. Es war der perfekte Abschluss unserer Kalifornienreise, und wir nehmen viele schöne Erinnerungen mit auf unsere nächste Etappe an der Ostküste.
Hier ein paar Bilder vom Coronado Beach.
Bootsausflug in der Mission Bay in San Diego.
Noch ein paar Bilder von der Waterfront und vom Flugzeugträger USS Midway.
Die USS *Midway* war ein bedeutender Flugzeugträger der US Navy, der von 1945 bis 1992 im Einsatz war und an wichtigen Operationen wie dem Vietnamkrieg und dem Zweiten Golfkrieg teilnahm. Nach ihrer Außerdienststellung wurde sie in ein Museumsschiff umgewandelt und liegt seit 2004 in San Diego, wo sie als *USS Midway Museum* besichtigt werden kann.
Insgesamt 16 Tage waren wir in Kalifornien unterwegs. Wir sind beeindruckt von der Vielfalt und Schönheit dieses Bundesstaates. Besonders hervorzuheben sind die atemberaubenden Küsten entlang des Highway 1, die lebendige Kultur in Städten wie San Francisco, San Diego und Santa Barbara, sowie die einzigartige Mischung aus Natur und Urbanität. Wir kommen wieder !!!!
Und nun geht es zu unserem letzten Etappenziel, nach New York und dann Neuengland. Wir sind gespannt, was es hier alles zu sehen gibt und freuen uns schon sehr. Wir fliegen direkt von San Diego (wieder mit Alaska Airline und wieder mit Upgrade) 5,5 Stunden nach New York….